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Digitale Dörfer: Lewentz ermöglicht landesweite Nutzung der Dorf-App

»Während der Corona-Krise sind digitale Infrastrukturen gefragter denn je. In einer Zeit, in der Zusammenhalten Abstand halten bedeutet, muss der soziale Kontakt auf anderen Wegen erfolgen. Mit der

landesweiten Freischaltung wollen wir unseren Beitrag leisten, die Menschen digital zusammenzubringen«, so Innenminister Lewentz, der sich für diesen unbürokratischen und schnellen Weg entschieden hat. Dorfgemeinschaften hätten somit die Möglichkeit, Zuhause zu bleiben und die eigene Gesundheit zu schützen, aber dennoch als Gemeinschaft aktiv zu sein und sich umeinander zu kümmern.

Über DorfFunk können die Einwohnerinnen und Einwohner ihre Hilfe anbieten, Gesuche einstellen oder sich miteinander austauschen. Über die DorfNews können Bürgerinnen und Bürger mit aktuellen Meldungen, zum Beispiel von ihrer Kommune, versorgt werden. Vereine und Unternehmen können eingebunden werden.

Das Modellprojekt »Digitale Dörfer« des Innenministeriums und des Fraunhofer IESE in Kaiserslautern läuft seit 2015. Mittlerweile sind in Rheinland-Pfalz 13 Digitale Dörfer am Start und immer mehr Menschen nutzen den Draht zueinander und auch zur Verwaltung. Fraunhofer IESE hat unter der Leitung von Prof. Peter Liggesmeyer das Potential der Kommunikationsapp früh erkannt und kümmert sich derzeit um die reibungslose technische Umsetzung des landesweiten Roll-Outs. »Es reicht aus, die App herunterzuladen, sich mit Name und Wohnort anzumelden und schon kann es losgehen. Die App erklärt sich eigentlich von selbst und die Bürgerinnen und Bürger eines Ortes finden schnell zueinander«, betonte Projektleiter Steffen Hess. Für Bürgerinnen und Bürger, die sich genauer informieren möchten, stehen im Netz umfangreiche Tutorials und Informationen bereit (www.digitale-doerfer.de).

»In den letzten Tagen hat es bereits einen wahren Ansturm auf die App gegeben. Viele Helferinnen und Helfer vor Ort haben sich bei den Modellkommunen und bei Fraunhofer über die Möglichkeiten informiert«, so Innenminister Lewentz. Es zeige sich gerade jetzt, dass es der richtige Weg war, frühzeitig in die digitale Kommunikation im ländlichen Raum zu investieren. Die soziale Distanz sei im Ehrenamtsland Nummer 1 eine schwierige Übung für alle. Deshalb sei der digitale Austausch für Alt und Jung wichtig, um zum Beispiel Nachbarschaftshilfe zu organisieren, ganz ohne Werbung und das Datensammeln vieler Anbieter ähnlicher Dienste.

Auch Bernd Brato, Bürgermeister der Modell-Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain, ist vom DorfFunk überzeugt: »Seit zwei Jahren nutzen wir in der Verbandsgemeinde nun schon den DorfFunk und gerade jetzt beweist sich der große Nutzen: Die Bürgerinnen und Bürger rücken noch näher zusammen, unterstützen sich gegenseitig, tauschen sich rege aus. Das ist gelebte Nachbarschaftshilfe.«

Das Projekt »Digitale Dörfer« wird im Zeitraum von 2015 bis 2021 von Seiten des Innenministeriums mit rund 3,25 Millionen Euro unterstützt. Rheinland-Pfalz ist damit Vorreiter in Sachen Anwendung digitaler Instrumente in den Kommunen.

Hinweis

DorfFunk kann im Google Play Store oder im Apple App Store heruntergeladen werden. Die DorfNews führen Inhalte aus verschiedenen Quellen unter einem Dach zusammen. Die Informationen stammen z.B. aus dem Amtsblatt oder Mitteilungsblättern. Zusätzlich können weitere Informationsquellen automatisch eingebunden werden. Beispiele sind abrufbar unter https://www.digitale-doerfer.de/unsere-loesungen/dorfnews/.

Quelle: http://www.iese.fraunhofer.de


 

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